Dienstag, 13. September 2011

Lese Freitag (Buchempfehlung) - etwas verspätet

Trauer und Hoffnung. Die Enkelin Jitzhak Rabins über ihr Leben und ihre Generation.Trauer und Hoffnung. Die Enkelin Jitzhak Rabins über ihr Leben und ihre Generation. by Noa Ben Artzi-Pelossof

My rating: 5 of 5 stars


Dieses Buch hat eine (damals) 19 Jährige geschrieben, die gerade Ihren Großvater durch eine Gewalttat verloren hat.

Man hat diesen Gedanken im Hinterkopf und kann es dennoch kaum glauben. Mit welch einer Besonnenheit, Einfühlungsvermögen und Klarheit Noa Ben Artzi-Pelossof in der Lage ist ihren Gefühlen über ihr Leben, ihr Land, ihre Geschichte und dem Verlust ihres so geliebten Großvaters Ausdruck zu verleihen ist mehr als nur beeindruckend.

Es gibt dem Leser einen Blick auf das krisengeschüttelte Land Israel aus der Sicht dieser jungen, aufgeschlossenen Frau. Noah versucht das Vermächtnis ihres Großvaters in die Zukunft zu tragen und man erkennt es in ihren Worten, Gedanken und Vorstellungen.

Eine Besonderheit dieses Buches ist sicher der Wechsel zwischen privaten Einblicken und dann doch wieder die, für eine 19 Jährige, sehr große Weitsicht in Hinblick auf die Geschehnisse und die Zukunft Israels.

Ich erinnere mich noch daran dieses Buch einmal meinem Geschichtslehrer geliehen zu haben, da er sich für das Kapitel "In Ausschwitz singen keine Vögel" aus dem Buch interessierte. Er bat mich am nächsten Tag darum das Buch noch länger behalten zu dürfen, denn er habe dieses einen Kapitel schon gelesen doch er könne das Buch nun nicht mehr aus der Hand legen.

Ich denke diese Aussage beschreibt "Trauer und Hoffnung" sehr gut. Das Buch nimmt den Leser mit, man denkt man würde allein mit Noa Ben Artzi-Pelossof in einem Raum sitzen und ihren Erzählungen lauschen.

Dieses Buch gehört ebenfalls zu meiner Top 10 Bücher Leseliste. Es steht sehr weit oben unter den ersten 3 Büchern. Ich kann nur wirklich jedem empfehlen, der die Möglichkeit hat noch eine Ausgabe zu bekommen, dieses Buch zu lesen.

Leider gibt es "Trauer und Hoffnung" nicht mehr in den Buchhandlungen zu kaufen. Vielleicht habt ihr ja im Internet Glück und findet noch ein Exemplar.

PS: Ich habe in den letzten Tagen nicht gepostet da ich ein wenig gekränkelt habe und es jede Menge zu tun gab. Am Wochenende hatten wir unter anderem Besuch und es gab mal wieder das einfachsten Hähnchen der Welt.
Sonntag war dann ein sehr ruhiger Tag, ich denke da ging es vielen nicht anders, dieses Datum geht seit 10 Jahren an keinem mehr spurlos vorbei, glaube ich.
Montag, also gestern, habe ich wieder sehr fleißig gelernt und so kam ich erst heute dazu die Buchempfehlung zu posten. :-)

Viel Spaß beim Schmökern.
Jenny

Mittwoch, 7. September 2011

Beerentorte vom Schweden



Dies ist die Lieblingstorte meines Freundes. Jedes Jahr zu seinem Geburtstag wünscht er sich diese Torte. Die und keine andere. Glaubt mir ich habe es versucht. Eigentlich versuche ich es jedes Jahr auf's neue. Ich schlage meinem Freund eine andere Torte, ein anderes Rezept, welches ich gerne einmal ausprobieren würde, vor. Nein, keine Chance. Die Beerentorte muss es sein. :-)

Zutaten:

60g Mehl
60g Kartoffelstärke
1 TL Weinsteinpulver
2 Päckchen Vanillezucker
400ml Sahne
150g Zucker
4 Eier
Kakaopulver
Schokostreusel
500g gemischte Beeren
Sahnesteif
Fett für die Form
Paniermehl für die Form

Zubereitung:

Die Eier mit dem Zucker in einer Schüssel mit einem Rührgerät auf höchster Stufe schaumig rühren. Der Schaum wird gelblich und sieht einem Teig schon sehr ähnlich.
Mehl, Kartoffelstärke, und Weinsteinpulver dazusieben und unter den Eischaum heben. Eine runde Springform einfetten und mit Paniermehl ausstreuen.
Den Backofen auf 180 Grad C (Umluft 160 Grad C) vorheizen. Den Teig in die Form geben und auf der untersten Schiene im Ofen etwa 40 Minuten backen (Stäbchenprobe).
Abkühlen lassen und in drei Böden teilen.
Die Sahne mit Vanillezucker und Sahnesteif (!!!!) sehr steif schlagen. Mit der Hälfte der Sahne zwei Tortenböden bestreichen. Die Beeren verlesen, waschen und abtropfen lassen (Tipp: Ich nehme immer eine tiefgekühlte Beerenmischung, die sollte man dann vorher natürlich auftauen). 2/3 der Beeren auf der Sahne verteilen.
Die Tortenböden zusammensetzen. Den dritten Boden oben aufsetzen. Rundherum und oben mit Sahne bestreichen. Mit Beeren, Kakaopulver und Schokostreuseln dekorieren. Beerentorte kühl stellen und anschließend mit Tee oder Kaffee servieren.


Freitag, 2. September 2011

Lese Freitag (Buchempfehlung)

Drei Minuten mit der WirklichkeitDrei Minuten mit der Wirklichkeit by Wolfram Fleischhauer

My rating: 5 of 5 stars


Dies ist eines der Bücher auf meiner ultimativen Top Liste. Auf diese Liste kommen nur Bücher die wirklich etwas bewegt haben in mir, nach deren Lektüre man erst einmal für ein paar Tage kein anderes Buch anfassen mag, weil man sich denkt, nichts kommt an das gerade Gelesene heran.

Der Schreibstil von Wolfram Fleischhauer ist für mich perfekt und unnachahmlich. Doch aufgepasst dieses Buch hat Tempo. Und mit Tempo meine ich Rasanz. Es lässt den Leser atemlos. Man muss einfach noch eine Seite mehr lesen und ehe man sich versieht sind zwei Stunden um. Spannend wie ein Thriller sein sollte und gleichzeitig hintergründig und einfühlsam der dahinterstehende Romanze gerecht werdend.

Worum geht es also. Guilietta Battin ist 19 Jahre alt und angehende Ballerina an der deutschen Staatsoper. In einem Hinterhoftheater lernt sie den jungen argentinischen Tangotänzer Damián Alsina kennen, welcher dort mit seiner Tangogruppe gastiert. Die Beiden verlieben sich leidenschaftlich in einander. Von Anfang an ist Guilietta fasziniert von Damián, dem Tango und der mystischen Energie welche beide umgibt. Doch diese Harmonie ist nur von kurzer Dauer. Damián sabotiert die Premiere seines eigenen Stückes und verschwindet nach einer gewaltsamen Auseinandersetzung mit Guiliettas Vater urplötzlich und scheinbar spurlos.

In ihrer Verzweiflung und dem Unverständnis im Hinblick auf die Ereignisse macht sich Guilietta auf die Suche nach Spuren ihres Geliebten in Argentinien. Dort erfährt sie Dinge die sie niemals für möglich gehalten hätte und mitten in einen Strudel aus Intrigen und Geheimnissen....

Faszinierend ist nicht nur wie die weibliche Hauptperson Guilietta im Verlauf all dieser Geschehnisse zu einer durch und durch erwachsenen Frau wird, sondern auch welche zentrale Rolle der Tango in der Geschichte spielt. Gleichzeitig bekommt der Leser einen Einblick in die deutsch-argentinische Historie.

Ich liebe intelligent geschriebene Bücher und dieses ist eines davon.

Viel Spaß beim Schmökern. :-)

Jenny

PS: Mir fällt gerade auf, dass es hier schon wieder um eine Guilietta geht ;-) Purer Zufall aber lustig. :-)




Donnerstag, 1. September 2011

Schicksal & Jura

Mein Freund hat heute seinen ersten "Arbeitstag" als Referendar am Landgericht. Natürlich bin ich nervös und gespannt für ihn, wie alles verlaufen wird. Unterschwellig bleibt dennoch eine gewisse Traurigkeit, denn für mich hätte es heute auch mein erster Tag sein können, doch es sollte nicht sein und so bleibe ich noch ein wenig in den alten Strukturen. Wenn auch nicht ganz. Für ein paar Änderungen wird es höchste Zeit bevor das Gefühl auf der Stelle zu treten überhand nimmt. Was genau ich geplant habe verrate ich noch nicht. Ihr wisst ja ungelegte Eier und so. ;-)

/Anfang Jura/ Heute mal wieder (passend zum Tag) ein wenig zum Thema Jura. Direkt und indirekt. Wer an diesem Absatz kein Interesse hat einfach einen Absatz weiter springen. ;-)
Die Nachricht der letzten Tage schlechthin in diesem Bereich, war die Einführung der Fußfessel in Deutschland. Bevor ich hier die Links zu verschiedenen informativen, kritischen und befürwortenden Artikeln poste möchte ich euch kurz mit zurück nehmen in meine Erinnerungen. Ende 2009 habe ich meine Seminararbeit bei Professor Dr. Klaus Bernsmann an der Ruhr-Universität Bochum geschrieben. In diesem Rahmen musste jeder von uns Seminarteilnehmern einen Vortrag zu dem Thema seiner Seminararbeit halten. Eines der Themen war die elektronische Fußfessel. Im Anschluss an diesen Vortrag gab es eine große Diskussion dazu. Hier die wichtigsten kritischen Punkte die aufgeführt wurden. Ist eine Überprüfung per elektronischer Fußfessel wirklich sicher? Zwar sieht man wo der Täter sich bewegt und ob er eine so genannte kritische Zone betritt. Doch kann die Alarmierung der Polizei zu diesem Zeitpunkt wirklich noch eine Straftat verhindern? Gibt es Möglichkeiten die Fußfessel zu deaktivieren oder gar zu entfernen und zu fliehen? Ist eine Resozialisierung der Täter so möglich? (Wichtig: Das sind Frage die im Rahmen der Diskussion im Raum standen sie spiegeln nicht meine Meinung wieder!) Vor allem den ersten Punkt halte ich in diesem Fall für ein wirklich großes vl. das größte Fragezeichen überhaupt. Des Weiteren sehe ich die Fußfessel genau aus diesem Grund keines Falls als tauglichen Ersatz für die gerügte Sicherungsverwahrung an.
So hier folgen nun die Links zu den verschiedenen Artikeln in den Medien. Macht Euch doch selbst ein Bild und wer mag schreibt mir einfach mal in den Kommentaren was er/sie zu dem Thema so denkt.
/Ende Jura/

Eine Frage habe ich noch bevor ich zum nächsten Thema springe. Sind diese juristischen Themen eigentlich für einige Leser unter euch interessant? Ich bin zur Zeit ein wenig unentschlossen ob ich diese Tipps und Links so weiterführen soll. Jura Interessierte bitte melden. ;-))

Ich möchte, nach dem die letzte Buchempfehlung so gut ankam, gerne versuchen jeden Freitag ein Buch vorzustellen, welches ich gelesen habe. Das werden nicht immer neue oder aktuelle Bücher sein. Einfach einige aus meiner Sammlung denn ich lese gern und viel. :-)
Morgen kommt also wieder eine große Buchempfehlung. Heute nur ein kurzer Hinweis, den ich von einer lieben Freundin bekommen habe. Click, Click (mit Leseprobe)



Soweit ich weiß gibt es das Buch ab Oktober im Handel. Ich bin von der Darstellung des Schreibstils ganz begeistert. "Schicksal" kommt definitiv auf meine "want to read" Liste.

Habt einen schönen Tag!

Jenny

Montag, 29. August 2011

Letzte Sommerboten

Habt ihr auch schon das Gefühl es wird so langsam Herbst? Mir geht es jedenfalls so. Und wenn man sich in der Natur umschaut entdeckt man bereits die ersten Herbstboten. Aus diesem Grund habe ich mir in den letzten Tagen die Zeit genommen meine Sonnenblumen sowie ein paar weiter Pflanzen in unserem Garten ein letztes Mal abzulichten, bevor die Zeit für dieses Jahr vorbei ist. In diesem Rahmen konnte ich dann auch gleich noch ein wenig mit der Digitalkamera herumspielen und testen.


Die Sonnenblume ist übrigens eine meiner Lieblingsblumen.

"Mach es wie die Sonnenblume:
Wende dein Gesicht der Sonne zu,
dann fallen die Schatten hinter dich!"


Eine Rose immer wieder faszinierend.

"What's in a name? That which we call a rose
By any other name would smell as sweet." - Shakespeare -


Noch eine Sonnenblume. Diese in einem wunderbaren rot. Die Blumen waren ein Geschenk unserer netten Nachbarin.


Eisenkraut, herrlich filigran.


Knospe einer Sonnenblume. Noch nicht ganz geöffnet.


Lavendel. Ich liebe den Duft von Lavendel, seit meinem ersten Urlaub in Südfrankreich. Dafür tausche ich jedes Parfüm ein.

Und dann habe ich doch tatsächlich einmal etwas gewonnen. Sonst gewinne ich nie nie nie etwas. Bei der lieben Elly von Elly's Art habe ich ein Pröbchen des neuen Duftes Especially Escada gewonnen. Und das riecht soooooo gut :-))) Hab mich riesig gefreut! Dankeschön!


Was sind denn so eure Lieblingsblumen und Lieblingsdüfte?

Ich wünsche euch einen guten Start in die Woche mit ganz vielen Sonnenstrahlen auf dem Gesicht (hoffentlich).

Jenny

PS: Ich habe nun schon 9 Leser und darüber freue ich mich wie eine kleine Schneekönigin. Danke, danke, danke. Ich bin ganz begeistert. :-)








Freitag, 26. August 2011

Buchempfehlung

JuliaJulia by Anne Fortier

My rating: 5 of 5 stars


Dieses Buch ist magisch. Es verzaubert den Leser während er in die Handlung einsteigt. Die Figuren (vor allem die Hauptfigur Julia) sind wunderbar beschrieben und in ihrer Gefühlswelt dargestellt. Man atmet, rennt, fühlt, rätselt mit ihnen mit. Die Stadt Sienna in welcher diese Geschichte spielt wird so detailliert dargestellt dass der Leser sich tatsächlich vorkommt als würde er selbst die Straßen laufen und die Gebäude betreten.



Doch beginnen wir von vorne. Julia Jacobs ist eine junge Frau aus Amerika die nach dem Tod ihrer Tante Rose eine merkwürdige Aufgabe erhält. Sie soll in ihre Geburtstag Siena fahren und dort das Erbe ihrer Mutter antreten was deren Forschungen betrifft. Siena ist eben der Ort von dem Tante Rose sie immer fernhalten wollte und in dem ihre Mutter auf mysteriöse Weise um's Leben kam.

Als wäre das alles nicht schon genug erfährt Julia auch noch dass ihr wahrer Name eigentlich Guiletta Tolomei ist. Dem Übel noch nicht genug erbt ihre ungeliebte Schwester Janice Haus und Vermögen der reichen Tante.

In der Hoffnung wenigstens etwas zu finden, dass ihr finanziell auf die Beine helfen könnte macht sie sich auf den Weg nach Siena. ...... Doch das Aufdecken ihrer Vergangenheit und des vermeintlichen Schatzes stellt sich als gar nicht so einfach und ungefährlich dar wie zu Beginn angenommen. Plötzlich ist sie mitten drin in der alten Familienfehde zwischen den Tolomeis und den Salimbenis .... Die Geschichte von Romeo und Julia und den Grund warum ihr der Text von Shakespeare so vertraut ist, sind ihr auf einmal näher als jemals zuvor.....

Dieses Buch ist eine fantastische Neuerzählung des Romeo und Julia Themas, wobei es keinesfalls eine langweilige Kopie darstellt, sondern durchaus eine sehr eigenständige Entwicklung und Erzählung ist.
Dennoch wer Shakespeare's Romeo und Julia mag wird dieses Buch lieben. :-)

Vorsicht (!) dieses Buch weckt die Sehnsucht nach einem Urlaub in Italien sowie danach Shakespeare's Romeo und Juli zum wiederholten Male zu lesen. ;-)

Viel Spaß beim Schmökern

Jenny




Montag, 22. August 2011

Unterwegs mit Charly....

Vor einigen Tagen war morgens das Wetter recht schön. Also haben wir den Moment genutzt und ganz spontan mit dem Hund einen Ausflug gemacht. Wir haben wirklich Glück dort zu wohnen wo andere Leute Urlaub machen.


Und das ist Charly. Charly ist nun gute 14 Monate alt und ein Mischling. Welcher Hunderassen wissen wir leider nicht, denn schon seine Mutter war eine Mischlingshündin. Irgendwo muss ein Jagdhund dazwischen sein, denn er hat einen leichten Jagdtrieb und er steht vor, weiß aber meistens nicht warum er dies tut. ;-) Ansonsten ist er der größte Angsthase den ich kenne. Als Welpe hatte er sogar Angst vor Pfützen, doch mittlerweile mag er das Wasser gern.


Wiese hingegen fand er schon immer toll. :-)


Ein paar Tage später waren wir dann mit Charly Abends bei uns auf dem Deich unterwegs. Dort sind diese Bilder entstanden.


Das Licht war wirklich traumhaft. Meine kleine Digitalkamera konnte es gar nicht so einfangen wie es wirklich ausschaute. Dennoch denke ich bekommt man einen Eindruck.


Ich wünsche allen einen wunderbaren Start in die neue Woche.

Jenny