Trauer und Hoffnung. Die Enkelin Jitzhak Rabins über ihr Leben und ihre Generation. by Noa Ben Artzi-PelossofMy rating: 5 of 5 stars
Dieses Buch hat eine (damals) 19 Jährige geschrieben, die gerade Ihren Großvater durch eine Gewalttat verloren hat.
Man hat diesen Gedanken im Hinterkopf und kann es dennoch kaum glauben. Mit welch einer Besonnenheit, Einfühlungsvermögen und Klarheit Noa Ben Artzi-Pelossof in der Lage ist ihren Gefühlen über ihr Leben, ihr Land, ihre Geschichte und dem Verlust ihres so geliebten Großvaters Ausdruck zu verleihen ist mehr als nur beeindruckend.
Es gibt dem Leser einen Blick auf das krisengeschüttelte Land Israel aus der Sicht dieser jungen, aufgeschlossenen Frau. Noah versucht das Vermächtnis ihres Großvaters in die Zukunft zu tragen und man erkennt es in ihren Worten, Gedanken und Vorstellungen.
Eine Besonderheit dieses Buches ist sicher der Wechsel zwischen privaten Einblicken und dann doch wieder die, für eine 19 Jährige, sehr große Weitsicht in Hinblick auf die Geschehnisse und die Zukunft Israels.
Ich erinnere mich noch daran dieses Buch einmal meinem Geschichtslehrer geliehen zu haben, da er sich für das Kapitel "In Ausschwitz singen keine Vögel" aus dem Buch interessierte. Er bat mich am nächsten Tag darum das Buch noch länger behalten zu dürfen, denn er habe dieses einen Kapitel schon gelesen doch er könne das Buch nun nicht mehr aus der Hand legen.
Ich denke diese Aussage beschreibt "Trauer und Hoffnung" sehr gut. Das Buch nimmt den Leser mit, man denkt man würde allein mit Noa Ben Artzi-Pelossof in einem Raum sitzen und ihren Erzählungen lauschen.
Dieses Buch gehört ebenfalls zu meiner Top 10 Bücher Leseliste. Es steht sehr weit oben unter den ersten 3 Büchern. Ich kann nur wirklich jedem empfehlen, der die Möglichkeit hat noch eine Ausgabe zu bekommen, dieses Buch zu lesen.
Leider gibt es "Trauer und Hoffnung" nicht mehr in den Buchhandlungen zu kaufen. Vielleicht habt ihr ja im Internet Glück und findet noch ein Exemplar.
PS: Ich habe in den letzten Tagen nicht gepostet da ich ein wenig gekränkelt habe und es jede Menge zu tun gab. Am Wochenende hatten wir unter anderem Besuch und es gab mal wieder das einfachsten Hähnchen der Welt.
Sonntag war dann ein sehr ruhiger Tag, ich denke da ging es vielen nicht anders, dieses Datum geht seit 10 Jahren an keinem mehr spurlos vorbei, glaube ich.
Montag, also gestern, habe ich wieder sehr fleißig gelernt und so kam ich erst heute dazu die Buchempfehlung zu posten. :-)
Viel Spaß beim Schmökern.
Jenny







